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Der Matratzen Härtegrad H1 bis H5 – welchen soll ich für meinen gesunden Schlaf nehmen?

31. Juli 2018
Der Matratzen Härtegrad H1 bis H5

Beim Kauf einer neuen Matratze gibt es einige Punkte, die auf jeden Fall beachtet werden sollten. Matratze ist nicht gleich Matratze. Für einen gesunden und guten Schlaf ist es wichtig, genau die passende Matratze zu finden. Ein sehr wichtiger Punkt, der die Kaufentscheidung beeinflussen sollte, ist der Härtegrad der Matratze.

Die Themen in der Übersicht:

Was bedeutet der Härtegrad bei Matratzen?

Als Härtegrad bei Matratzen werden die unterschiedlichen Festigkeiten bezeichnet, in denen Matratzen hergestellt werden. Dieser Härtegrad wird mit dem Buchstaben „H“ abgekürzt. Hinter dem Buchstaben H folgt dann eine Zahl, die bezeichnend ist für die Weichheit oder Härte der Matratze. Je nach Hersteller erfolgt die Einteilung in 3 bis 5 Stufen. H1 ist somit ein Indikator für eine weiche Matratze, H5 für eine besonders festes Modell. Der Härtegrad richtet sich vor allen Dingen nach der Größe und dem Gewicht des Menschen, der darauf schlafen soll. Generell gilt: Je mehr Körpergewicht und Größe zunehmen, desto höher sollte auch der Härtegrad sein.

Wie viele Härtegrade bei Matratzen gibt es?

Die meisten Hersteller teilen ihre Matratzen in fünf Härtegrade ein, von H1 bis H5. Es gibt aber auch Hersteller, die sich auf drei Härtegrade beschränken. Jedem Härtegrad wird ein entsprechendes Körpergewicht zugeordnet, für das der Härtegrad empfehlenswert ist:

HärtegradGewicht
H1Bis 65 kg
H2Bis 80 kg
H381 bis 100 kg
H4101 bis 120 kg
H5121 bis 160 kg

Natürlich handelt es sich bei diesen Angaben um Empfehlungen, die nicht zwingend eingehalten werden müssen. Sie dienen vielmehr als Orientierungshilfe. Eine Frau mit 65 kg Körpergewicht, die lieber etwas fester liegt, kann selbstverständlich auch eine Matratze mit dem Härtegrad H2 oder gar H3 wählen. Menschen mit einem höheren Körpergewicht steht es ebenso frei, eine Matratze mit beispielsweise dem Härtegrad H2 zu wählen.

Matratzen Härtegrad H1

Der Härtegrad H1 ist geeignet für Personen mit einem Körpergewicht unter 65 kg. Dieses Gewicht ist bei Erwachsenen recht selten anzutreffen. Dementsprechend gering ist die Auswahl bei diesem Härtegrad, da nur wenige H1-Modelle hergestellt werden. Diese Matratzen werden so selten benötigt, dass viele Hersteller sie sogar nur als Sonderanfertigung anbieten.

Der Härtegrad H1 bietet das weichste Liegegefühl. Diese Modelle sind gut geeignet für Kinder. Wichtig: Eine Matratze mit Härtegrad H1 sollte wirklich nur von Personen genutzt werden, die höchstens 65 kg wiegen. Diese Modelle sind besonders weich. Schlafen schwerere Personen darauf besteht die Gefahr, dass die Matratze innerhalb kürzester Zeit ihre Formstabilität verlieren wird.

Matratzen Härtegrad H2

Matratzen mit dem Härtegrad H2 gehören zu den beiden Modellen, die am häufigsten hierzulande verkauft werden. Besonders beliebt sind Matratzen mit dem Härtegrad H2 bei Frauen. Auch Männer mit einem geringen Körpergewicht sowie Jugendliche bevorzugen den Härtegrad H2. Sehr gut geeignet sind diese Modelle für Menschen mit einem Körpergewicht zwischen 65 und 80 kg.

Sie bieten ein nicht sehr festes, sondern eher mittelfestes Liegegefühl. Obwohl auch Menschen mit einem höheren Körpergewicht gerne diesen Härtegrad wählen, ist dies nicht empfehlenswert. Eine solche Matratze kann in dem Fall nicht die Körperunterstützung bieten, die benötigt wird.

Matratzen Härtegrad H3

Der Härtegrad H3 ist bei Matratzen der beliebteste überhaupt. Matratzen mit diesem Härtegrad sind empfehlenswert für Personen, die mehr als 80 kg wiegen. Bei der Obergrenze für diesen Härtegrad sind sich die Hersteller nicht einig.

Die meisten legen die Obergrenze auf 100 kg. Es gibt aber auch Angaben, die bis 120 kg gehen. Der Härtegrad H3 bietet ein festes Liegegefühl und eine gute Stützung. So wird die Wirbelsäule in der Nacht gut entlastet. In den meisten deutschen Schlafzimmern ist eine Matratze H3 zu finden.

Matratzen Härtegrad H4

Je nach Hersteller ist dieser Härtegrad geeignet für Personen mit mehr als 100, 110 oder auch 120 kg. Der Härtegrad H4 wird oft als fest oder auch extra fest bezeichnet. Einige Hersteller bieten keinen weiteren Härtegrad an. In diesem Fall wird keine Gewichts-Obergrenze genannt.

Hersteller, die auch den Härtegrad H5 im Programm haben, empfehlen allerdings eine Obergrenze von 120 kg für den Härtegrad H4. Leichtere Personen, die gerne auf einer festen Matratze schlafen, sollten dennoch besser auf diesen Härtegrad verzichten. Ansonsten kann es zu Druckstellen und Rückenschmerzen kommen.

Matratzen Härtegrad H5

Dieser Härtegrad bei Matratzen ist ebenso selten zu finden wie der Härtegrad H1. Nicht jeder Hersteller hat Matratzen mit diesem Härtegrad im Angebot. Der Grund ist darin zu finden, dass sich für sehr schwere Personen ebenso gut eine Matratze mit dem Härtegrad H4 eignet.

Der Härtegrad H5 ist nur noch einmal etwas härter. Empfohlen wird eine Matratze mit dem Härtegrad H5 bei Menschen, die mehr als 120 kg wiegen. Die meisten Matratzen dieser Art werden bis zu einem Körpergewicht von 160 kg empfohlen. Sie eignen sich aber auch für stark übergewichtige Personen bis zu 200 kg.

Wie den richtigen Härtegrad bei Matratzen bestimmen?

Auf der Suche nach dem richtigen Matratzen Härtegrad gibt es Faktoren, die mit in die Kaufentscheidung einbezogen werden sollten:

  • Größe und Gewicht:
    Generell empfiehlt es sich, den Angaben der Hersteller zum Härtegrad zu folgen, und sich nach dem eigenen Gewicht und der Körpergröße zu richten. Die meisten Matratzen werden heute anhand des Körpergewichts ausgewählt.

  • Das subjektive Empfinden:
    Eine Person, die 60 kg wiegt, sollte den Empfehlungen nach eine Matratze mit dem Härtegrad H1 nutzen. Wenn diese Person aber lieber fester liegt, ist der Härtegrad H1 absolut ungeeignet. Daher sollte auf jeden Fall das subjektive Empfinden auch bei der Wahl des richtigen Härtegrades eine Rolle spielen. Jeder Mensch hat ein ganz eigenes Gefühl beim Liegen auf einer Matratze und beim Schlafen.

Ein Beispiel: Eine Matratze ist zu weich. Wenn die Wirbelsäule und der Körper durchhängen, ist die Matratze eindeutig zu weich. Daraus können unangenehme Rückenschmerzen oder Verspannungen resultieren. Die Wahl des nächst höheren Härtegrades kann hier Abhilfe schaffen.
Eine Matratze hat immer dann genau den richtigen Härtegrad, wenn die Wirbelsäule in der Seitenlage genau gerade aufliegt. Ganz automatisch sorgt die richtige Matratze dafür, dass sich der Körper beim Liegen in einer natürlichen Position befindet. Dabei werden Bandscheiben und Wirbelsäule optimal unterstützt. Ist dies der Fall, werden die empfindlichen Stellen des Körpers geschützt. Gleichzeitig wird das gesamte Knochensystem des Körpers entlastet. Das Resultat: Ein entspannter und erholsamer Schlaf.

Welche gesundheitlichen Folgen hat ein falscher Matratzen Härtegrad?

Ein falscher Härtegrad kann nicht nur dazu führen, dass der Schlaf weniger erholsam ist. Auch gesundheitliche Folgen sind durchaus möglich.

  • Der Matratzen Härtegrad ist zu weich und die Folgen für die Gesundheit
    (Ist der Härtegrad der Matratze zu weich, erfolgt keine ausreichende Stützung der Wirbelsäule.)

    Härtegrad zu weich:
    Liegt der Körper auf einer Matratze mit einem zu weichen Härtegrad, erfolgt keine ausreichende Stützung der Wirbelsäule. Der Körper liegt praktisch in einer Kuhle. Er versucht im Schlaf ganz unbewusst, die richtige Liegeposition für einen angenehmen Schlaf zu finden. Dieses ständige Hin- und Herwälzen stört den Schlaf. Folgen davon können auch Rückenschmerzen und Gelenkschmerzen sein.

  • Der Matratzen Härtegrad ist zu fest und die Folgen für die Gesundheit
    (Ist der Härtegrad der Matratze zu fest, ergibt sich eine ungleiche Druckverteilung auf den Rücken.)

    Härtegrad zu fest:
    Ist die Matratze zu fest, ergibt sich eine ungleiche Druckverteilung auf den Rücken. Die Wirbelsäule wird verbogen und liegt in einer unnatürlichen Position. Daraus resultieren Verspannungen und häufig auch Rückenschmerzen.
    Bestehende Rückenschmerzen können verstärkt werden. Sowohl die Knochen als auch die Gelenke werden ungleich unter- sowie auch überlastet. Der Mensch liegt nicht bequem, und findet nicht in die Tiefschlafphase. Bei Seitenschläfern ergibt sich zudem das Problem, dass die Wirbelsäule im Nackenbereich einknickt. Dadurch kann es zu Muskelverspannungen, Durchblutungsstörungen und Schmerzen kommen.

  • Der richtige Matratzen Härtegrad für die eigene Gesundheit
    (Der richtige Härtegrad der Matratze stützt den Körper so, dass die Wirbelsäule nicht einknickt.)

    Härtegrad richtig:
    Der richtige Härtegrad sorgt dafür, dass der Körper im Schlaf optimal entlastet wird. Ob die Stützfunktion und das Anpassungsverhalten einer Matratze passend für den jeweiligen Körper sind, ist am besten in der Seitenlage erkennbar. Der Härtegrad der Matratze ist immer dann richtig, wenn sowohl Schulter als auch Becken einsinken, die Taille aber gestützt wird. Ist dies der Fall, ergibt die Wirbelsäule eine gerade Linie.

Welche Besonderheiten gibt es beim Matratzen Härtegrad?

Generell muss zwischen dem Matratzen Härtegrad und dem Liegegefühl unterschieden werden. Auch die Art der Matratze spielt eine Rolle. So kann eine Federkernmatratze mit dem Härtegrad H2 ein ganz anderes Liegegefühl erzeugen als eine Visco-Matratze mit dem gleichen Härtegrad.

Matratzen Härtegrad bei Federkernmatratzen

Matratze mit Federkern

Der Matratzen Härtegrad einer Taschenfederkernmatratze oder eine Bonell-Federkernmatratze hängt für gewöhnlich von der Anzahl der Windungen und der Drahtstärke der eingearbeiteten Federn ab. Es ist möglich, dass eine Federkernmatratze mit dem Härtegrad H1 über eine Drahtstärke von 2,0 Millimeter verfügt. Beim nächsthöheren Härtegrad H2 kann sie dann schon 2,2 Millimeter betragen. Federn, die über mehr Windungen verfügen, haben eine höhere Rückstellkraft. Die Matratze ist in dem Fall um einiges punktelastischer. Oft ist es bei recht günstigen Bonell-Federkernmatratzen so, dass die Federn verbunden werden. Dadurch ergibt sich eine Flächenelastizität. Die Matratze ist nicht in der Lage, sich gut auf die Konturen des Körpers anzupassen. Besitzt eine Taschenfederkernmatratze eine höhere Anzahl an Federn, wird sie meistens härter. Die Anzahl der Federn sagt also nichts aus über die Liegequalität.

Matratzen Härtegrad bei Visco-Matratzen

Boxspringbett mit Visco Matratze

Auch bei Visco-Matratzen ist es nicht so einfach, den richtigen Härtegrad zu finden. Die Aufgabe der Visco-Schicht ist es, für eine Druckentlastung und eine gute Körperanpassung zu sorgen. Darunter liegt der Kern, der entweder aus Federkern oder Kaltschaum besteht. Dieser ist dafür gedacht, den Körper aufzufangen und zu unterstützen. Daher bieten Visco-Matratzen von Natur aus bereits ein sehr weiches Liegegefühl. Das hat aber rein gar nichts zu tun mit dem Härtegrad. Bei einer Visco-Matratze spielt der Härtegrad eher eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist es, dass der stützende Kern über ein ausreichendes Raumgewicht verfügt. Hier sollte beachtet werden, dass Visco-Matratzen eher zu hart sein dürfen als zu weich.

Matratzen Härtegrad bei Latexmatratzen und Naturlatexmatratzen

Bett mit Latexmatratze

Beim Kauf von Latex- und Naturlatexmatratzen ist etwas Vorsicht geboten. Je nachdem, welche unterschiedlichen Schichten vorhanden sind, verfügt eine einzelne Matratze oft nur über einen Härtegrad. Es ist bei diesen Modellen nicht möglich, mit Hilfe der Verarbeitung dafür zu sorgen, dass die Festigkeit unterschiedlich gestaltet werden kann. Allerdings ist es meistens möglich, den Latex-Härtegrad zu wählen. Wichtig: Dadurch wird nicht der grundlegende Härtegrad der Matratze verändert. Es ist lediglich möglich, mehr Naturlatex zu verwenden. Dadurch erhöht sich das Raumgewicht, und das Liegegefühl kann angepasst werden. Der Härtegrad selbst ergibt sich bei diesen Matratzen aus den Materialien, die zusätzlich zum Latex verwendet werden. Beispielsweise sorgt Rosshaar dafür, dass die Punktelastizität gedämpft wird. Das Liegegefühl wird so fester.

Welche Auswirkungen hat der Matratzen Härtegrad auf den Lattenrost?

(Für ein guten Schlaf ist auch der richtige Lattenrost wichtig.)

Wenn es um einen guten Schlaf geht, stellen Lattenrost und Matratze ein perfektes Team dar. Sie ergänzen sich in ihrer Wirkungsweise. Eine hochwertige Matratze mit dem passenden Härtegrad kann ihre Wirkung nicht entfalten, wenn der Lattenrost es nicht zulässt. Zwar gibt es bei Lattenrosten keinen Härtegrad. Dennoch gibt es Modelle die es ermöglichen, den Härtegrad ganz individuell einzustellen.

Sie verfügen für gewöhnlich über Verstellschieber. Damit ist es möglich, die Härte in den unterschiedlichen Zonen anzupassen. Ein Lattenrost in einer hochwertigen Qualität ist in verschiedene Ergonomie-Bereiche eingeteilt. An den Stellen, die die größte Last tragen müssen, ist er verstärkt. Für gewöhnlich handelt es sich dabei um die mittlere Körperregion. So wird verhindert, dass der Körper zu tief einsinkt, und die Wirbelsäule geknickt wird. Das perfekte Duo für einen angenehmen und gesunden Schlaf ist eine Matratze mit dem richtigen Härtegrad und ein einstellbarer Lattenrost.

Warum ist die Schlafpositionen beim Matratzen Härtegrad wichtig?

Menschen schlafen in unterschiedlichen Positionen. Rückenschläfer haben andere Anforderungen an den Härtegrad der Matratze als Bauchschläfer.

Rückenschläfer

Rückenschläfer schlafen abends in dieser Position ein, und wachen in den meisten Fällen am Morgen auch wieder in dieser Position auf. Das bedeutet, dass sich Rückenschläfer während der Nacht nur selten oder auch gar nicht bewegen. Daraus resultiert, dass das Körpergewicht hauptsächlich auf dem Rücken ruht. Bei dieser Schlafposition ist eine Matratze empfehlenswert, die im Bereich des unteren Rückens und der Schulter über ein flexibles Areal verfügt. So ist es möglich, dass der Körper an diesen Stellen leicht einsinken kann.

Bauchschläfer

Matratzen für diesen Schlaftyp sollten eher mit einer mittleren Festigkeit ausgestattet sein. Auf keinen Fall darf die Matratze vom Härtegrad her zu weich sein. Ansonsten ist es möglich, dass das Becken des Schläfers zu tief einsinkt. Dadurch wird der Kopf viel zu hoch positioniert, und die Wirbelsäule wird im Nackenbereich gebogen. Zu hart sollte die Matratze aber auch nicht sein. Dann liegen Kopf und Becken erhöht. Auch in diesem Fall liegt die Wirbelsäule nicht horizontal, wie es eigentlich der Fall sein sollte.

Seitenschläfer

Auf der Seite schlafen hierzulande die meisten Menschen. Diese Schlafposition ist entlastend für die Wirbelsäule. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Härtegrad genau richtig gewählt wurde. In der Seitenlage drücken sich vor allen Dingen die Schultern und das Becken in die Matratze hinein. Daher ist es wichtig, dass die Matratze an diesen Stellen ausreichend fest ist. Nur dann wird die Wirbelsäule nicht gekrümmt.

Welcher Matratzen Härtegrad bei Kindern und Babys?

Matratzen für Kinder und Babys sollten sind nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein. Eine einfache, stabile und elastische Babymatratze oder Kindermatratze ist für Kinder unter sechs Jahren vollkommen ausreichend. Die komplexen Komfortfunktionen, die Matratzen für Erwachsene aufweisen, brauchen diese Matratzen noch nicht.

Diese Modelle sollten eher etwas härter sein als zu weich, ansonsten kann das Kind schnell in der Matratze versinken. Je nachdem, in welcher Schlafposition es liegt, kann dabei durchaus die Atmung behindert werden. In den ersten Lebensjahren des Kindes befinden sich die Wirbelsäule und alle anderen Knochenstrukturen noch in der Entwicklung. Ist die Matratze zu weich, kann diese Entwicklung geschädigt werden. Ist die Matratze aber zu hart, kann daraus ein unruhiger Schlaf resultieren. Optimal sind spezielle Kindermatratzen, die vom Härtegrad her zwischen mittelhart und hart liegen. Herkömmliche Matratzen mit dem Härtegrad H1 sind oft für kleinere Kinder gut geeignet. Jugendliche schlafen gut auf einer Matratze mit dem Härtegrad H2.

Welche Besonderheiten haben Partnermatratzen?

Das Zusammenleben als Paar bringt viele Fragen mit sich und auch beim Thema Schlafvorlieben kann es zu großen Unterschieden kommen. Beim Kauf einer Matratze ist daher nicht nur auf die körperlichen Unterschiede, sondern auch auf die jeweiligen Schlaftypen zu achten. Eine Partnermatratze ist hier die ideale Lösung und bietet mit zwei Matratzenkernen, welche verschiedene Härtegrade haben können, für jeden einen gesunden Schlaf. Erfahre hier mehr über Partnermatratzen, deren Vor- und Nachteile und alles Wissenswerte über Matratzen für Paare.

Die Matratze ist zu hart - was kann ich tun?

Eine zu harte Matratze kann unangenehme Folgen für den guten Schlaf haben. Eine neue Matratze zu kaufen ist meistens keine Option. Als günstige Sofortlösung bietet sich dann ein Topper an. Bei einem solchen Topper handelt es sich um eine besondere Matratzenauflage. Diese Topper sind zwischen 4 und 10 Zentimetern hoch, und aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Mit einem Topper aus Latex oder Viskoseschaum ist es möglich, eine etwas zu harte Matratze weicher zu machen. Dadurch wird der Liegekomfort erhöht. Der Topper wird einfach auf die vorhandene Matratze aufgelegt. Eine einfache, aber dennoch sehr wirkungsvolle und vor allen Dingen günstige Lösung. 

Welcher Härtegrad für Personen mit Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall ist nicht nur sehr unangenehm, er sorgt auch dafür, dass schlaflose Nächte die Folge sein können. Es ist wichtig, dass der Rücken nach einem Bandscheibenvorfall geschont wird bei bestimmten Bewegungen. Aber auch die optimale Lagerung im Schlaf ist ein wichtiger Punkt. Gerade nach einem solchen Bandscheibenvorfall benötigt die Wirbelsäule eine besonders gute Stützung. Daher sollte die Matratze auf keinen Fall zu weich sein, denn dann besteht die Gefahr, dass der Körper zu tief einsinkt. In dem Fall bietet die Matratze keinerlei Unterstützung für die Wirbelsäule. Eine zu harte Matratze ist aber ebenfalls ungünstig. Darauf kann der Körper zwar gleichmäßig fest liegen, aber die Bandscheiben werden überhaupt nicht entlastet, was zu einer Verschlimmerung der Beschwerden führen kann. Daher ist eine mittelfeste Matratze am besten geeignet für Personen mit einem Bandscheibenvorfall. Empfehlenswert ist eine Matratze mit dem Härtegrad 2 (H2).

Sieben Tipps zum Matratzen-Kauf

Fazit: Was kann der Härtegrad – und was kann er nicht?

Der Härtegrad ist eine sehr gute Orientierungshilfe beim Kauf einer neuen Matratze. Anhand des Körpergewichts lässt sich ermitteln, welche Matratze die richtige sein könnte. Letztendlich ist der Härtegrad aber nur eine Angabe. Ob die Person wirklich optimal auf dieser Matratze liegt, hängt noch von anderen Faktoren ab. Die Schlafposition spielt eine Rolle, ebenso der Lattenrost. Selbst die Körperform sollte bei der Auswahl nicht außer Acht gelassen werden. Der Härtegrad ist gut nutzbar, um eine Vorab-Selektion vorzunehmen. Aber er ist sicher nicht das Nonplusultra, das immer genau für jeden Menschen passt. Es ist empfehlenswert, sich zunächst nach dem eigenen Körpergewicht zu richten, und dementsprechend den passenden Härtegrad auswählen. In den meisten Fällen passt die gewählte Matratze perfekt zum Körper und sorgt für einen guten Schlaf.

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  1. Das sind genau die Infos, die ich gesucht habe. Ich schlafe schon seit langem nicht mehr sehr gut, bisher hatte ich keine Ahnung, woran das lag. Ich hab jetzt so viel probiert, dass es an der Matratze liegen könnte, darauf bin ich gar nicht wirklich gekommen. Wenn ich das aber so lese muss ich wohl einsehen, dass meine Matratze viel zu weich für mich ist. Ich werde mich mal nach einem anderen Härtegrad umschauen müssen, wenn ich wieder besser schlafen möchte.

  2. Meine Güte, so viele Informationen, ich muss gestehen, jetzt bin ich erst recht verwirrt. So langsam weiß ich echt nicht mehr, welchen Härtegrad ich nehmen soll. Der eine im Geschäft hat mir dies erzählt, in einem anderen sogenannten Fachgeschäft hat man mir genau das Gegenteil empfohlen. Wenn ich das jetzt hier so lese bin ich der Meinung, dass wohl beide verkehrt lagen. Ich möchte endlich einmal wieder eine Nacht richtig tief durchschlafen, ohne am Morgen wie ein Fragezeichen aufzuwachen und der Meinung zu sein, über Nacht mal eben vierzig Jahre gealtert zu sein. Ich habe bereits zwei Matratzen beinahe ungenutzt wieder verschenkt, weil ich einfach nicht darauf schlafen konnte. Die Palette der Matratzen, die ich bisher getestet habe, reicht von der billigen Discounter Variante bis hin zum sündhaft teuren Markenprodukt. Und alles hat einfach nicht funktioniert. Vielleicht sollte ich mich hier wirklich einmal etwas intensiver mit beschäftigen, vielleicht schaffe ich ja alleine das, was sogenannte Experten in den Geschäften nicht hinbekommen haben.

  3. Bisher hatte ich so gar keine Probleme mit meiner Matratze, ich schlafe schon seit vielen Jahren sehr gut, und das mit einer recht günstigen Matratze. Aber wie mir scheint, ist das wohl nur reiner Zufall. Das ist ja schon fast eine kleine Wissenschaft. Wie soll ich denn jetzt als einfacher Kunde herausfinden, welche Matratze für mich die passende ist? Momentan schwanke ich von der Beschreibung her zwischen zwei Härtegraden. Gut, ich brauche jetzt noch keine neue, aber vielleicht ist es doch besser, das nächste Mal mehr auf Härtegrad und Co. zu achten, schließlich werde ich ja auch nicht jünger. Also habe ich noch ein wenig Zeit, aber ich werde definitiv schon einmal damit beginnen, mich damit zu beschäftigen. Sollte meine Matratze den Geist aufgeben weiß ich wenigstens, wonach ich suchen muss. Wirklich ein informativer Artikel, danke.

  4. Ich habe mir gerade erst eine neue Matratze bestellt, ich habe den Härtegrad 3 gewählt, weil er vom Gewicht her gut zu mir passt. Hoffen wir mal, dass ich in der nächsten Zeit nicht extrem zunehme, dann dürfte es problematisch werden. Ich hatte festgestellt, dass meine Matratze einfach zu weich war, jeden Morgen hatte ich Rückenprobleme, die auch erst nach zwei bis drei Stunden wieder verschwunden waren. Also konnte es nur daran liegen. Ich habe die Empfehlungen hier beachtet, und habe meine Matratze jetzt seit zwei Wochen. Ich muss sagen, ich schlafe zur Zeit wie auf Wolken, und könnte jeden Morgen aus dem Bett springen. Naja, vielleicht nicht gerade wie ein Teenager, aber auf jeden Fall komme ich weitaus besser aus dem Bett als zuvor. Ich war mir auch erst unschlüssig, welche Matratze ich nehmen soll, Material, Härtegrad und so. Hat mich einiges an Zeit gekostet, mich hier wirklich durchzuarbeiten, aber hat sich auf jeden Fall gelohnt. Kann ich nur weiterempfehlen.

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